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Moment mal. Wir sind Vierter!

Text: M.M.Küppers 4.3.2019

Eine Hammer-Choreo zum zehnjährigen Bestehen von Sottocultura. Nur das Ergebnis passte irgendwie so gar nicht. Borussia – FC Bayern 1:5. Was für eine herbe Klatsche. Aber wäre das Spiel so gelaufen, wie es gelaufen ist, hätte Schiedsrichter Zweyer das 1:0 aberkannt, weil es auch nach Ansicht der wahren Experten irregulär war? Und mal ehrlich jetzt, dass ein Tor in der 2. Spielminute den gesamten Spielverlauf nachhaltig beeinflussen kann, ist auch nicht von der Hand zu weisen. Hätte, wenn und aber. Es wäre fatal, die Schuld an dieser Niederlage in dieser strittigen Szene zu suchen. Das wäre zu einfach, zu billig. Es gab da noch andere Gründe.

Ja, das Spiel gegen den großen FC Bayern wirft viele Fragen auf. Was ist los mit unserem VfL? Ist das nur eine Ergebniskrise, oder steckt mehr dahinter? Nach dieser beeindruckenden Hinrunde und vor allem dieser unfassbaren Siegesserie zu Hause gingen nicht wenige schon davon aus, dass das so weiter gehen wird. Der Borussia-Park als uneinnehmbare Festung. Kenner des Sports sollten es besser wissen.

Jede Mannschaft gönnt sich Krisenzeiten, in denen es mal nicht so läuft. Jede Mannschaft? Ja. Die Bayern im Herbst, und bei den Dortmundern läuft es gerade auch nicht so rund, nicht wahr? Von daher kommt dem Zeitpunkt der Krise eine enorm wichtige Bedeutung zu. Wir hatten bis jetzt ein unfassbar dickes Polster, dass wir auch nach dem einen Pünktchen aus den letzten vier Spielen immer noch auf einem CL-Platz stehen. Nach 24 Spieltagen sind wir Vierter? Welcher Gladbach-Fan und Verantwortliche hätte das nicht vorher auch unterschrieben? Damit war nicht zu rechnen.

Nur hat die sehr gute Hinrunde und natürlich auch der Megastart in die Rückrunde sowohl Fans als auch Spielern offensichtlich den Kopf verdreht. Vom Titelkandidaten war sogar die Rede. Geheimfavorit. Und gefühlt die ganze Premiere League in England will unsere Spieler kaufen, nicht nur Hazard, sondern auch Ginter, Elvedi, Plea, Zakaria und Hofmann. Zufall oder nicht, genau diese Spieler sind zum Teil derzeit sehr weit weg von Ihrem Leistungsvermögen.

Wie gewonnen , so zerronnen, der Vorsprung ist dahin geschmolzen. Frankfurt, Leverkusen und Wolfsburg lauern auf weitere Ausrutscher von uns. Ausrutscher? Waren die Spiele gegen Berlin, Wolfsburg und Bayern wirklich nur „Ausrutscher“, oder spiegelten die Spiele vielleicht doch das wahre Leistungsvermögen wieder? Es wird Zeit, da eine sportliche Antwort drauf zu geben und die Krise zu beenden. „Nicht reden, machen!“ Gelegenheit dafür gibt es in Mainz und zu Hause gegen Freiburg. Beides Team, die anders als die vorgenannten Kandidaten in den Niederungen der Tabelle zu finden sind.

Noch sind wir aber mit oben dabei und haben es, wie sagt man so schön, alles selbst in der Hand. Und nochmal Stichwort Krise, es ist vielleicht wirklich nur eine Leistungsdelle, mehr nicht. Gegen Bayern haben auch schon andere Mannschaften verloren. Und wahre Krisen sehen völlig anders aus. Beispiel gefällig? Schalke O:4. Der Vize-Meister drückt den Selbstzerstörungsknopf.

In diesem Sinne, freuen wir uns aufgrund der aktuellen Situation am 24. Spieltag darüber, dass es scheinbar diesmal richtig spannend wird Abstiegskampf, im Rennen um die Europa-Plätze und dass es sogar endlich wieder einen Kampf um die Meisterschaft gibt.

Vielleicht nach Rotterdam, vielleicht nach Mailand.

Text: M.M. Küppers, 23.12.2018

Nun liegt also das „besondere“ Spiel der beiden Borussias, das sogar vom öffentlich-rechtlichen ZDF übertragen wurde, auch hinter uns, das erste richtige Spiel gegen unseren Trainergott Lucien Favré. Tabellenerster gegen Tabellenzweiten. Und wir haben, nicht völlig überraschend, am Ende knapp verloren. 1:2 in Dortmund. Immerhin, zuletzt gab es ein 1:6, davor ein 0:4. Es geht also aufwärts. Unterm Strich aber, seien wir ehrlich, eine verdiente Niederlage.
„Hurra, hurra, die Gladbacher sind da!“ Schon am Bahnhof war wohl klar, dass hier nicht Hoffenheim oder Wolfsburg angereist kommt. Sondern die Macht vom Niederrhein, die Nummer Eins am Rhein. Wieviel waren wir? Zehntausend? Hammer.
Der Mannschaft hat man im Stadion dann doch angemerkt, dass zum Ende der Hinrunde und mit den zahlreichen Ausfällen auf Schlüsselpositionen gegen einen Gegner wie den BVB schwer zu bestehen ist. Von daher hat sich das (aus unserer Sicht eh nicht ernst gemeinte) Thema Meisterschaft damit erledigt. Gut so. Denn unser Ziel ist nach zwei Jahren „Durststrecke“ wieder die Teilnahme am Europapokal. Was bleibt, ist aber ein geiles Finish der mitgereisten VfL-Fans in Dortmund, grandioser Support und Wechselgesänge, die uns die eine oder andere Gänsehaut beschert haben. Vielleicht lag es auch nur an dem böhigen Wind und den Bierduschen nach dem 1:1 von Cristoph Kramer 😉 Danke dafür, das Bier, diese Plörre, schmeckt wirklich grässlich 😉

Die Pyros zu Spielbeginn in unserem Block passten ein wenig zur Jahreszeit, da zündet man ja schon mal ein Lichtlein an, nur bitte, Ihr Chaoten an der Front, lasst den Unfug bitte, bitte mit den Böllern sein. Das haben wir nicht nötig, wir supporten den VfL auswärts derart gewaltig und laut, da brauchen wir nicht solche bescheuerten Knalleffekte. Und wir waren so laut, dass man sich schon fragt, wo denn der ach so tolle Support der Südkurve des BVB war. Scheinbar auch schon zu erfolgsverwöhnt, die Steher da in der berühmten Steilwand. Ein Hauch von Stimmung wie in München. Schämt Euch 😉
Zurück zum VfL. Die Mannschaft hat eine insgesamt (vor allem natürlich zu Hause) überragende Hinrunde gespielt und 33 Punkte im Sack. Klarer Kurs, Europapokal! Hammer. Und das bei nur acht Heimspielen. Hut ab, wenn man bedenkt, dass sich die Top-Teams (München, Dortmund, Leipzig, Hoffenheim, und auch Berlin und Wolfsburg) alle noch im Borussiapark blicken lassen müssen in der Rückrunde.
Von daher war das Abfeiern der Mannschaft in Dortmund nach Spielschluss auch ein Dankeschön an eine so nicht erwartete Hinrunde. Geil gemacht, Jungs. Stark, Trainer und Manager. Und ja, etwas wehmütig werden wir womöglich Patrick Hermanns letztes Spiel für den VfL gesehen haben. Wir Fans haben dafür ein Gespür, deshalb waren die Patrick Hermann Sprechchöre auch unüberhörbar. Patrick, einer der verbliebenen aus der Generation Relegation. Ein echter Borusse. Das wird er immer bleiben. Für immer. Egal was kommt, egal wohin es ihn verschlägt.
So denn, freuen wir uns auf die Rückrunde, sie startet mit einem – na ja – „Derby“ in Leverkusen. Auf geht’s Jungs, schießt ein Tor für uns. Damit wir am Ende das Telefon in Kopenhagen klingeln hören!

Borussia-Park? Nein. Borussia-Festung.

Text: M. M. Küppers, 10.12.2018

Vielleicht hatten die mitgereisten Stuttgarter Fans im Gästeblock schon eine gewisse Vorahnung. An einem tristen Sonntag Abend im Dezember, grau, Regen, kalt, und dann noch einige hundert km entfernt vom Ländle. Dank DFB mal wieder eine verdammt unverständliche Spielansetzung.

Immerhin, der Steherblock der Gäste war (bis auf einige Ultras und Krawallbürsten, die sich unfreiwillig noch vor dem Spiel wieder auf den Weg zurück ins Schwabenländle gemacht haben), beachtenswert gefüllt. Also, verglichen mit Wolfsburg oder Hoffenheim 😉 Aber keine Fahne. Kein Support. Kein Nichts. Nicht mal ein Bengalo. Irgendwie, ein Hauch von nichts. Stummer Support. Oder stummer Protest? Wie dem auch sei, bei uns am Niederrhein hängen die Trauben für die Gästevereine samt mitgereister Fans inzwischen so hoch, dass es durchaus verständlich ist, der Borussen-Festung mit Respekt zu begegnen. Vielleicht sogar Angst. Aus dem ehemaligen Erholungspark ist eine regelrechte Festung geworden.

Sieben Heimspiele in Folge – gewonnen. Was für eine Quote. Okay, sicher muss man erwähnen, dass wir nur schwache Gegner hatten, wie etwa Leverkusen oder Schalke. Aber nicht etwa die Bayern. Denn die haben wir mal kurzerhand in ihrem eigenen roten Schlauchboot 3:0 weggefegt. Irre, diese Saison! Läuft also, und was besonders beachtlich ist. Niederlagen hauen uns nicht um.

Das verlorene Ding in Leipzig war verdient, der Brause-Retorten-Club war gegen uns an jenem Tag einfach einen Tick besser. Muss man anerkennen. Und die richtigen Schlüsse draus ziehen.
Stuttgart? Ein zäher Gegner, tief stehend. Immerhin, fast 70 Minuten hielt das Bollwerk. Antifußball, neun eigene Tore in der abgelaufenen Sason sprechen für sich und ganz sicher nicht für Super-Mario. So steigt Stuttgart ganz sicher auch wieder ab. Vielleicht wollte man auch nur nicht zu hoch verlieren. Ist ja fast gelungen.

Was neu bei Borussia anno 2018/2019 ist. Nach Niederlagen folgen unmittelbar direkt wieder Siege. Mund abwischen. An die eigene Stärke glauben. Gas geben. Und der Trainer setzt die richtigen Zeichen und findet auch die richtigen Worte. Auch wenn die Auswechslung von Allasane Plea nicht überall Zustimmung fand, ja sogar heftige Pfiffe, so war sie rein sportlich vertretbar. Und wenn Du zwei Joker bringst und beide das Spiel entscheiden, hast Du alles, aber auch wirklich alles richtig gemacht. “Que Sera sera, Borussia ist wieder da!” schallt es aus zig tausend Kehlen, und das “Europapokal”-Lied wird nicht mehr nur von Block 16 angestimmt, sondern vom gesamten Stadion getragen. Geil, geil, geil. Das ist klarer Kurs Richtung Europa, ob es am Ende gar wieder die Champions League sein wird, schauen wir doch mal. Didi Hamann, seit seiner Liverpool-Zeit auch von mir akzeptierter Experte, hat uns in den Topf der Meisterschaftskandidaten geworfen.

Wenn wir so weitermachen, werden wir noch ganze lange mitköcheln. Und Dortmund vielleicht am Ende sogar die Suppe versalzen. By the way. Letzer Spieltag. Na? Dortmund zu Gast in Mönchengladbach. Das kann kein Zufall sein.

Plea des Tages

Text: A. Mainka

Samstag Mittag geht es los. Na, nicht ganz, wenn es ein Auswärtsspiel ist, und bis nach Bremen fährt man dann auch so ein paar Stündchen. Also, 6.30 Uhr Abfahrt.

Wetter okay, Autobahn frei, so waren wir dann auch zeitig in Bremen. Zeit genug, um sich die Sehenswürdigkeiten von Bremen zu gönnen. Auswärts in Bremen. Das hat was. Das machte zuletzt (fast) immer Spaß. So kam es auch nicht von ungefähr, das wir vom Fanclub diesmal wieder zahlreich vertreten waren. Mittagessen in der Gaststätte „Ständige Vertretung Rheinland“, (was ein Name für eine Gaststätte) „Altkanzler-Filet“ und ein typisch norddeutsches Getränk, ein Kölsch. Kölsch?? Auf diesem Weg Danke an die „Fernborussen“ für den guten Tipp! Von dort aus mit Fußmarsch an der Weser entlang zum Stadion. Schnell noch ein richtiges Bierchen schlürfen und anstellen! Einige von uns mussten in Tor 8 rein, andere in Tor 10. Letztere hatten mit deutlich längeren Wartezeiten zu kämpfen. Nun ja, irgendwie auch nicht verwunderlich, nachdem letzte Woche Düsseldorfs Ultras in unserem Park eine 90 Minuten Pyro-Show abgeliefert haben.

Widmen wir uns dem Stadion. Das altehrwürdige Weserstadion. Schauplatz manch legendärer Europapokalschlacht. Und was ganz das ganz Besondere ist. Es hat Flutlichtmaste! Und es erinnert gerade bei Nieselregen ein wenig an den alten Bökelberg. Einfach nur geil! Die Stimmung auf den Rängen war von beiden Seiten richtig gut, nette Choreo der Bremer. Unsere Ultras  absolut vorbildlich, kein Pyroscheiß, nur bedingungsloser Support von zig tausend Gladbachern! „Daumen hoch“ 👍 Das Spiel lief natürlich so ganz nach unserem Geschmack. Wenn dann tausende Menschen den Namen des dreifachen Torschützen Plea im Stil von „Vamos a la Playa“ singen, Wahnsinn… „Alassane Plea, oh oh ohohoh!“ Gänsehaut pur! Mit ihm hat unsere Borussia eine „eiskalte“ Qualität dazu gewonnen, die lange, lange gefehlt hat. Und ja, er macht die ohnehin starke Mannschaft noch den entscheidenden Ticken stärker.

3:1. Auswärtssieg in Bremen. 23 Punkte.  Zweiter der Tabellen nach elf Spieltagen. Nachdem wir Fans die Mannschaft gebührend gefeiert haben, ging´s auch schon wieder zurück nach Hause. Und mit drei Punkten im Gepäck war die mehrstündige Rückfahrt auch kein Ding. Jetzt erstmal Länderspielpause, zuletzt siegten wir auch auswärts und hatten eben diese Zwangspause, dann folgte ein 4:0 gegen Mainz. Unser nächster Gegner: Hannover 96. Gibt es saisonübergreifend den neunten Heimsieg in Folge? Der Sky Experte Didi Hamann sprach schon von einem Vierkampf um die Meisterschale. Er meinte damit Dortmund, Gladbach, Leipzig und… vielleicht Frankfurt. Na ja, eventuell meinte er auch die Bayern.

Macht vom Niederrhein schlägt Landeshauptstadt

Text: M. E. Küppers

Auch wenn zwischen dem Borussia Park und der Esprit Arena (oder neuerdings Merkur-Spielarena) nicht einmal 30 km liegen, so wirkliche Derbystimmung wollte gestern nicht aufkommen.

Nach dem Motto „alle in rot“ sind Fortunas Anhänger bereits mit einem Fanmarsch durch Düsseldorf marschiert, natürlich inklusive Anti-BMG-Gesängen. Im Stadion wurde anschließend der Gästeblock in ein rot weißes Fahnenmeer gehüllt, welches kurz darauf lichterloh brannte.

Die Düsseldorfer tun alles dafür, als Derbygegner angesehen zu werden…Doch sowohl bei den Fans der Domstadt, als auch bei uns gelten sie lediglich als fünftes Rad am Wagen – welches tiefe Risse aufweist und geflickt werden muss.

Lange Einlasskontrollen am Eingang Nord.

Denn sportlich gesehen muss man einfach feststellen, dass es für die erste Liga nicht reichen wird. Aussichtsreiche Angriffe verstolperten die Düsseldorfer, als wenn auf einem hügeligen Acker in Illertissen gespielt worden wäre.

Und so reichte eine solide Vorstellung der Fohlenelf für einen klaren 3:0 Sieg. Während in der ersten Halbzeit bei einem relativ zähem Spiel drei Großchancen liegen gelassen worden, machte es Thorgan Hazard vom Punkt besser – zumindest war der Ball drin, irgendwie. Beim 2:0 zeigte unser Rising Star Florian Neuhaus mal wieder seine Klasse: Nach der Balleroberung umkurvte er mittels Übersteiger den Düsseldorfer Verteidiger und legte dann perfekt auf  unser neues Torungeheuer Jonas Hofmann ab.

Beim 3:0 konnte der (auch ohne Tor) mehr als überzeugende Alassane Plea seinen Assist verbuchen, indem er einen langen Ball auf Hazard abtropfen ließ – der dann stark abzog und inklusive Abfälschung Michael Rensing erneut überwinden konnte.

Die Mannschaft zeigte nach der krachenden Pokalniederlage die richtige Reaktion. Doch konnten wir mal wieder sehen, wie wichtig Alassane Plea für das Offensivspiel der Mannschaft ist – er macht die Bälle fest, bedient seine Mitspieler und schafft Räume. Ohne Pleas Laufweg wäre zum Beispiel das 2:0 nicht gefallen….Also, bleib bitte gesund.

Nächsten Samstag geht es dann nach Bremen, dort werden auch Vennatics vor Ort sein. Wir sind gespannt, ob wir den ZWEITEN Platz festigen können – das wäre überragend!

Geerdet.

Text: M. M. Küppers

Was für andere Vereine Bayern München ist, ist für unseren VfL der Freiburger Fußballclub aus dem wunderschönen Breisgau. Ein Angstgegner, ein Albtraum, ein Zahnarztbesuch, immer mit Schmerzen verbunden, die auch danach noch etwas anhalten. Und wirklich unfassbar, seit 2002 (oder anders ausgedrückt; seit 16 Jahren!) haben wir im Schwarzwald keinen Sieg mehr errungen, der letzte Siegtorschütze hiess Arie van Lent, und unser Heimstadion nannte sich noch Bökelberg. Unglaublich. Wir reden von Freiburg. Nicht von München oder Dortmund.

Somit stellen wir fest. Das Schlimmste haben wir bereits für diese Saison hinter uns, mit Augsburg und eben diesen Freiburgern. Und – ach ja – in München haben wir ja auch wieder mal gewonnen, und mit dem daran anschliessenden Sieg gegen Mainz haben wir ein gewaltiges Punktepolster geschaffen. Da haut uns die Niederlage in Freiburg nicht um. Die Niederlage war insgesamt auch verdient. Es war ohnehin ein seltsames Spiel, nach ein paar gespielten Sekunden ein Elfmeter gegen uns, und dann noch ein kurioses 45 Meter Empty Net Tor in der Nachspielzeit. Vermutlich Szenen, die wir (leider) im Jahres oder Saisonrückblick öfter nochmal anschauen dürfen. Richten wir den Blick nach vorn.  Mit Leverkusen werden wir uns im DFB-Pokal messen dürfen, ein Spiel wie man so sagt auf Augenhöhe. Mal sehen, ob der herrliche Schwalbenkönig dann überhaupt noch bei den Pillendrehern an der Seitenlinie steht (oder fällt).  Und dann kommt das Derby. Derby? Nein, nein. Es geht gegen Düsseldorf. Es ist kein Derby. Es ist ein Duell zweier Städte, die nahe beieinander sind. Mehr nicht. Aber nicht minder uninteressant. Und während beim Spiel gegen Leverkusen kein klarer Favorit ins Rennen geht, sind die Positionen beim Spiel gegen den Tabellenletzten Düsseldorf doch recht klar.  Freuen wir uns drauf, mögen die Spiele der englischen Woche beginnen.

So geht Neuanfang!

Text: M. E. Küppers

14 Punkte, 15:9 Tore, Platz 3 und bereits gegen Leverkusen, Schalke, Frankfurt, in Wolfsburg und in München gespielt…Der Traum von Europa ist wieder am Leben.

Nach einer verkorksten Spielzeit und einer viel zu langen Sommerpause hielt sich bei uns im Club die Vorfreude auf die neue Saison ehrlich gesagt in Grenzen…wie sollte unter Trainer Dieter Hecking so etwas wie Spielkultur oder Torgefahr entstehen?

Dazu die Kaderplanung:

23 Millionen Euro für einen französischen Stürmer, der die Bundesliga nicht kennt?

Ein Florian Neuhaus, der in der zweiten Liga klasse Leistungen gezeigt hat, aber es war eben nur zweite Liga?

Dazu ein weiterer Schweizer Nationalspieler, der sich schon im ersten Training verletzte?

Stolzer Blick zurück – volle Kraft nach vorn!

Aus der ohnehin schon wackeligen Defensive wurde dann auch noch unsere 1,99 Kante Vestergaard verkauft.

Doch im Gegensatz zur Nationalmannschaft gab es bei uns ihn: DEN NEUSTART.

Personell hat der Trainer nicht viele Spieler ausgetauscht, zumindest wenn man einfach nur die Namen betrachtet. Doch sind die Spieler nicht mehr die, die sie einmal waren.

Das neue Spielsystem 4:3:3 macht die komplette Mannschaft stärker. Dabei liefert Jonas Hofmann das beste Beispiel. Wir haben ihn stark kritisiert, teilweise übertrieben aber auch oftmals zurecht. Bei der wohl besten Lunge der Liga passt momentan (fast) alles, so auch im Spiel in München. Er lief permanent seine Gegner an, ließ nie locker und belohnte sich sowie die Mannschaft mit zwei Assists.

Ohnehin ist nun wieder etwas da, was in der Vorsaison gefehlt hat: Leidenschaft.

Egal ob die Spieler Hazard, Herrmann oder Plea heißen, alle arbeiten mit nach hinten. Nur so bleibt das Spielsystem kompakt. Dass wir verwundbar sind, hat indes das Spiel an der Spree gezeigt. Dort stimmten weder Abstände noch die Zuteilung in der Defensive – mit dem 2:4 waren wir sogar noch gut bedient.

Doch auch dort erzielte man zwei Tore, dies liegt neben Hazard vor allem an unseren Top Neuzugang: Alassane Plea. Ein Stürmer, der aus dem Nichts Tore erzielen kann und mit seiner Schusstechnik uns zum Staunen bringt. Dazu macht er die Bälle fest und verteilt sie zum Teil überragend.

Doch auch wenn wir gerade wieder träumen, noch ist die Saison jung und erst 7 Spiele gespielt – Doch es kann sehr gerne so weiter gehen!