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Zum siebten Mal in Folge auf einem einstelligen Tabellenplatz… na und?

Jawohl, das schafften in den letzten sieben Jahren nur Bayern München und Borussia Dortmund. Wahnsinn! Die Führungsetage unseres VfL verweist mit Stolz darauf, verbunden mit dem Hinweis, wo wir herkommen (Hinweis: Relegation 2011!),  und lenkt leider von der sportliche Tristesse ab, die wir in der abgelaufenen Saison geboten bekommen haben. Wie sagte Max Eberl, wir können nur oben um Europa mitspielen, wenn die anderen schwächeln… Am Ende der Saison stehen “Top”Mannschaften wie Frankfurt und Stuttgart sogar vor uns. Mit Platzt 9 stehen wir zu recht da, wo wir hingehören mit der gezeigten Leistung. Mittelmaß! Mehr ist es nicht, mehr war es nicht. Hier von einer soliden Leistung zu sprechen, ist allerdings ein vernebelter Blick auf das, was im Grunde möglich gewesen wäre, auch schon zum Ende der letzten Saison. Es zieht sich seit Ende der letzten Saison wie ein roter Faden durch unser Spiel. Lethargisch, langweilig, ausrechenbar. Und in Momenten, wo es drauf ankommt, verkrampft. Dabei verfügen wir über Spieler, die mit wenigen Ausnahmen richtig gute Fußballer sind, die den Unterschied ausmachen können. Um die uns sogar Vereine beneiden, die in der Tabelle vor uns stehen. Als Team haben wir zu oft versagt.

 

Mit Wehmut denken wir zurück an Spiele, die uns den Beinamen “Borussia Barcelona” einbrachten. Das ist noch nicht lange her, aber seit der Amtsübernahme durch Dieter Hecking ist das “Spiel” der Marke Fohlen  schlichtweg verlorengegangen. Kein spielerischer Glanz, kein Kampf. Irgendwie nichts, aber durchweg solide. Wenn das der Maßstab der neuen Fohlen-Ära sein soll, bitte schön. Hauptsache solide, wenn notwendig eben mit sportlicher Tristesse. Natürlich können wir immer mit dem mahnenden Finger auf Vereine wie Köln, HSV oder auch Wolfsburg zeigen. So gesehen sollten wir Fans dankbar sein, dass uns dieses Schicksal erspart blieb, dank der ach so soliden Arbeit. Wie heißt es so schön, der letzte Eindruck zählt. Wir blicken zurück nach Hamburg, wo wir eine durchaus reelle Chance zur Europa-Qualifizierung gehabt hätten. Die Chance des HSV, in der Liga zu bleiben, war da deutlich geringer. Und erneut bekommen zig tausend mitgereiste Fans, zu denen auch wir gehörten, eine Portion “Nichts” gezeigt. Und einen HSV, der um sein Leben fightet.  Am Ende wird dies noch entschuldigt mit den Zwischenständen auf den anderen Plätzen, die die letzten Reserven haben nicht frei werden lassen. Ein Schlag ins Gesicht des VfL Fans. Mal wieder. Gleichbedeutend wäre gewesen, wir 8000 Fans in Hamburg hätten aufgrund der Zwischenstände das Stadion in der 60 Minute verlassen… Ein Glück, dass wir nicht wirklich noch siebter geworden sind, nach dem grandiosen Sieg der Frankfurter im DFB Pokal gegen Bayern München hätte er ja nicht gereicht.  Und auch da wird es uns wieder durch einen Verein wie Eintracht Frankfurt vor Augen führt, was wäre möglich gewesen, schon letztes Jahr, dieses Jahr… und was blüht uns im nächsten Jahr?

Aber, solide wie wir sind, bleibt alles wie gehabt. Es ist ja nichts passiert. Stimmt. Nichts passiert. Schauen wir mal, welche Spieler zu Beginn der Saison 2018/2019 für den VFL antreten dürfen. Wer kommt, wer geht… Der Trainer heißt auf jeden Fall – Stand jetzt ;) – Dieter Hecking. Solide Arbeit, Max.  Aber wundere Dich nicht, wenn Dieter Hecking Top Favorit sein wird – auf die erste Trainerentlassung der neuen Saison.  Manchmal ist Fußball mehr als solide wirtschaften und haushalten.

 

VideobeSCHEISS. Schafft den Videoassistenten ab!

Nachdem in den vergangenen Monaten der FC Köln desöfteren Leidtragender von merkwürdigen Schiedsrichterentscheidungen war, traf es uns in den letzten Spielen knüppeldick.

Fairer sollte es sein, mit dem Videobeweis ein technisches Hilfsmittel genutzt werden, um falsche Entscheidungen zu korrigieren. Was wir gerade in den letzten Wochen explizit bei Entscheidungen GEGEN uns erleben durften, ist kaum noch in Worte zu fassen.

Zur Erinnerung. Heimspiel gegen Schalke, Foulspiel, Elfmeterpfiff. Das Foul von Naldo, eindeutig. Aber: In einer Szene weit vor dem Foul soll ein Foul von Wendt begangen worden sein. Der Elfmeterpfiff wird zurückgenommen. Absurde Entscheidung, die auch neutrale Beobachter nicht ganz verstehen können.   Die Frage, die sich alle stellen: Wie weit darf eine Szene zurückgehen in der Rückwärtsbetrachtung?

Auswärts in Frreiburg, Wir sind im Angriff, sogar im gegnerischen Stafraum. Plötzlich fummelt Aytekin an seinem Headset. “Hello, this is Cologne callin…”  Da war etwas vorgefallen, so über eine Minute vorher, aber im eigenen Strafraum. Vestergaard war seinem Gegenspieler in die Hacken gelaufen. Das konnte man in der dritten Wiederholung tatsächlich erahnen, ja, unabsichtlich, keine Frage. Dennoch. Elfmeter für Freiburg. Die Frage, die man sich stellt: Was wäre gewesen, hätten wir in der Zwischenzeit sogar ein Tor geschossen? Und wie lange darf ein Spiel eigentlich noch weiterlaufen, bis sich die Kommandozentrale aus Köln meldet?

Die Krönung der Absurdidäten dann aber im Spiel beim FC Köln.  Auch wenn wir im Derby sicher genügend “normale” Chancen hatten, das Spiel für uns zu entscheiden. Was sich aber der Schiedsrichter Felix Zwayer nach Beurteilung der Videobilder beim Videobeweis gedacht hat, bleibt womöglich für immer im Dunkeln. Jonas Hofmann wird im Moment eines Torschusses von den Beinen geholt, ja regelrecht umgesenst.  Es steht 1:1, kurz vor Ende der regulären Spielzeit.  Dann diese irre Szene. Ein Foul. Der Videobeweis ist eindeutig. Ganz klar und eindeutlig Foul, ohne wenn und aber. Ein Foul, das in jedem Spiel in zehn von zehn Fällen auch genau so gewertet wird. Foulspiel im eigenen 16er bedeutet nach Regelkunde Elfmeter für den Gegner. Was also hat Schiedsrichter Zwayer zu seiner exklusiven (Fehl)Entscheidung bewogen?  Wer sich die Mühe macht, ein wenig über Zwayer zu googeln, wird übrigens sehr schnell fündig. Verbindung zum Skandalschiedsrichter Hoyzer (als damaliger Schiri-Assitent), die merkwürdigen Entscheidungen zuletzt beim DfB Pokal Spiel Leipzig gegen Bayern. Vielleicht aber durfte er auch nicht auf Elfmeter entscheiden? Aus Sicherheitsgründen? Die Stimmung war schon aufgeheizt durch die beiden Fanlager, eine Niederlage der Kölner durch Videobeweis, die dem Abstieg gleichbedeutend gewesen wäre, hätte möglicherweise die Sicherheit im Stadion gefährdet. Wir werden das nie erfahren, ob und was was da über Funk so alles kommuniziert wurde, aber merkwürdig da nicht nachvollziehbar war die Schiedsrichterentscheidung auf alle Fälle.  Ohne Videobeweis hätte es die ganze Aufregung im übrigen so nicht gegeben. Dann hätte Zwayer wohl Abstoss gepfiffen und im Nachhinein hätten wir zwar auch in der Zeitlupe festgestellt, dass er mit seiner Sicht falsch lag, aber aus dem Spiel heraus – ohne Videobilder – kann das passieren.  Schiedsrichter sind ja auch nur Menschen und machen Fehler. Aber wenn man schon die Bilder per Videobeweis sieht, dann kann, nein dann darf  es da nicht zu solch einer Fehleinschätzung kommen.  Verwunderlich an dieser Stelle, dass die Verantwortlichen der Borussia so besonnen reagiert haben und nicht sogar Einspruch gegen die Wertung des Spiels eingelegt haben. Da Dieter Hecking Befürworter des Videobeweises und des FairPlay ist, mag dies einer der Gründe sein. Fair Play sieht aber anders aus.

Eigentlich gleicht sich ja bekanntlich alles irgendwann aus, im darauf folgenden Spiel gegen Augsburg war davon nichts zu beobachten. Im Gegenteil. Doppeltes Handspiel der Augsburger im 16er wird nicht geahndet, es gibt zwar einen Kontakt nach Köln, aber Schiedsrichterin Bibi Steinhaus schaut sich dazu keine Bilder an. Warum nicht?  Und wenn ein Spieler aufs Tor zurennt (Raffael) und der letzte Mann ihn dann festhält, wäre das nicht normalerweise eine Rote Karte? Seltsam, seltsam… und das in vier der letzten fünf Spiele.

So, muss man sagen, wird das nichts mit dem Videobeweis auf Dauer. Dann bitte ganz schnell wieder abschaffen nach der Probephase, wenn genau das Gegenteil erreicht wird, was eigentlich erreicht werden soll.  Von Fair kann da wirklich nicht mehr gesprochen werden. Vielleicht bedarrf es in Köln einer mehrköpfigen unabhängigen Verschworenenkommision, die binnen 60 Sekunden über strittige Szenen entscheiden müssen.  Wäre zwar auch bescheuert, aber womöglich die einzige reelle Chance auf eine wirklich faire Beurteilung von Szenen. Am besten aber – Videobeweis abschaffen. So hat der Beweis keine Zukunft.