Auswärts-Support der Borussia

Gladbach-Bern 6:1 Stimmung

Monats-Archive: November 2016

Jetzt aber Klartext.

Die Champions League Euphorie ist dahin, wie schon im letzten Jahr irgendwie zu diesem Zeitpunkt, wir Fans sind (mal wieder) geerdet worden. Nein, wir sind auf den Boden der Tatsachen angekommen. Katapultiert. Kapituliert. Sind wir doch nur Mittelmaß? Stehen wir nach dem ernüchternden 0:3 bei Hertha BSC da, wo wir auch hingehören? Oder geht es sogar weiter bergab? Es war doch alles vorbereitet für großartige englische Wochen, mit drei Heimspielen hintereinander. Heimspiele, da war doch was? Nur Barcelona konnte uns bis dato bezwingen, hallo, Barcelona (!)  Alle anderen Gegner gingen reihenweise baden. All das, Historie. Vorbei. Heimmacht adé. Nicht mal Tore schiessen wir, seit gefühlten 10.000 Stunden haben wir in der Liga nicht mehr getroffen. Nicht mal gegen HSV, obwohl da sogar die Tore auf dem Silbertablett aufgelegt wurden. Zwei Elfer verballern? Unfassbar. Wäre alles halb so wild, wenn wir doch stattdessen auswärts mal wieder punkten würden. Zur Not eben auch mit einem 0:0. Doch da arbeiten wir weiter an der Reunion der Auswärtsdeppen. Oder wir sind es schon! Spätestens seit dem seltsamen Spiel bei Hertha – zumindest in der Bundesliga. Denn es gab ja doch zwischendurch den einzigen Lichtblick, ausgerechnet in Glasgow. Ein auch kämpferisch starkes Spiel und ein souveräner 2:0 Sieg in der Fremde (wenn auch gegen einen Gegner mit Zweitliga Niveau) und ein überragender Auftritt der Borussenfans.  Wer live im Stadion war, wird dieses Spiel garantiert zu seinen Highlights zählen. Aber selbst im TV war die Stimmung überwältigend. Das ist erst zweieinhalb Wochen her. Fühlt sich aber anders an.  Egal, mit wem wir in diesen Tagen sprechen, jeder, aber wirklich jeder hat hier seine Meinung dazu, und diese hat immer – wirklich immer – mit André Schubert zu tun.  Wir wissen, dass er zu Recht Kredit genießt, weil er uns nach dem desolaten Fehlstart der vergangenen Saison noch in die Champions League geführt hat.  Nur Kredit ist ja, wenn er nicht zurückgezahlt wird, irgendwann aufgebraucht. Wann, das entscheidet der Verein. Wir nicht. Das ist auch gut so. Beantworten wir uns doch mal folgende Fragen. 1) Zehrt Andé Schubert nicht irgendwie im wesentlichen von der Vorarbeit seines Vorgängers Lucien Favré ?  2) Hat André Schubert Spieler nachweislich besser gemacht?  3) Ist André Schubert auch in kritischen Situationen, wie etwa bei Rückständen, oder auswärts, in der Lage, Spieler und Mannschaft zu motivieren?  4) Ist es offensichtlich, dass bestimmte Taktiken (Stichwort Dreier-Kette) nicht zur Mannschaft passen?

Wenn wir hierzu eine Umfrage starten würden, wäre das Ergebnis höchstwahrscheinlich niederschmetternd, eindeutig. Wir werden hier aber keine Stimmung gegen den Trainer machen, aber er muss selbstkritisch genug sein, dass einige seiner Entscheidungen vorsichtig ausgedrückt etwas “unglücklich” waren. Auch wenn wichtige Spieler, allen voran natürlich Raffael, gefehlt haben, so waren doch immer (zumindest zu Beginn eines jeden Spiels ;) ) noch elf Spieler auf den Platz, die alle für sich den Anspruch hegen, zum Stammpersonal zu zählen. Dass einige ihr Potential nicht abrufen, hängt leider eben auch mit dem Trainer, dessen Taktik und Motivationstalent  zusammen. Es ist offensichtlich so. Ich selbst bin weiß Gott kein Trainer, aber ganz ehrlich: Christoph Kramer hätte bei mir in Berlin auf der Bank gesessen, nicht wegen der privaten Eskapaden, sondern wegen seinen desolaten Auftritt gegen Celtic. Spätestens nach der gelben Karte in Berlin hätte ich ihn vom Platz geholt (das wäre ja auch nicht das erste Mal gewesen für CK). So nahmen die Dinge ihren Lauf und da darf dann André Schubert auch nicht darauf verweisen, dass er nichts dafür kann, wenn Spieler eine rote Karte bekommen.

Wie dem auch sei, Max Eberl tut gut daran, die Dinge mit Besonnenheit zu reflektieren, hier brennt ja nicht die Hütte wie im hohen Norden beim HSV. Dennoch, die Zeit ist reif, hier Klartext zu sprechen – intern !  Nichts anderes erwarten wir in den kommenden zwei Wochen von der Vereinsführung. Danach erwarten wir einen Derbysieg gegen *öln, einen Heimsieg gegen 1899, ein gutes Spiel gegen Manchester City und einen kämpferisch und taktisch starken Auftritt bei den Dortmundern.  Ist das wirklich zuviel verlangt?  DERBYSIEG. JETZT ERST RECHT!

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